Werbungskostenpauschale

Jedem aktiven Arbeitnehmer steht eine jährliche Werbungskostenpauschale zu. Diese ist bereits mit in die Lohnsteuertabelle eingerechnet und wird von der Lohnsteuerbemessungsgrundlage abgezogen. Dieses ist nicht abhängig davon, ob Werbungskosten angefallen sind oder nicht. Seit 2004 beträgt der Betrag dieser Pauschale 920 Euro für jeden der steuerpflichtig ist. Die Werbungskostenpauschale braucht keinen Nachweis und wird vom Finanzamt immer anerkannt. Auch wenn man nur wenige Tage im Jahr berufstätig gewesen ist und neben den Kontoführungsgebühren keine absetzbaren Werbungskosten hatte, so hat man Anspruch auf die gesamte Höhe dieser Werbungskostenpauschale. Als zusammenveranlagtes Ehepaar kann bei der Einkommenssteuererklärung die doppelte Werbungskostenpauschale angegeben werden, wenn einer der Partner für einen kurzen Zeitraum im Veranlagungszeitraum arbeitet oder wenn beide berufstätig sind.

Sollten Ausgaben gemacht werden, die zur Sicherung und zum Erhalt vom Einkommen dienen und über die ­Höhe der Werbungskostenpauschale ­hinausgehen, müssen diese Ausgaben komplett und vom ersten Cent an angegeben werden. Fahrtkosten allerdings werden erst ab dem 21. Kilometer mit einbezogen, daher lohnt es sich für die meisten wohl nicht, diese anzugeben. Unter Werbungskosten fallen neben den Kontoführungsgebühren auch vom Arbeitnehmer selbst bezahlte Arbeitsmittel, die Berufskleidung in einigen Fällen oder auch benötigte Fachliteratur. Werden bei einer Dienstreise der Mehraufwand für Übernachtung oder Verpflegung und die Kilometer nicht vom Arbeitgeber bezahlt, können diese steuerlich geltend gemacht werden. Bezahlt der Arbeitgeber nur einen Teil davon, so darf in der Steuererklärung die Differenz angegeben werden.